St.-Willehadi-Kirche in Wremen

Altar in Wremen

Mit dem Bau der St.-Willehadi-Kirche in Wremen wurde etwa 1200 begonnen. Rundbogenfriese sowie Lisenen an den Außenwänden und der Balkendecke im Inneren prägen den romanischen Stil. Wie in Land Wursten üblich, wurde die Kirche auf einer Dorfwurt errichtet. Etwas Besonderes ist der verwendete Tuffstein aus dem Gebiet der Eifel. Das stattliche Gotteshaus ist 49 Meter lang, der Turm 50 Meter hoch und steht auf einem stabilen Fundament von Findlingen. Schmale Lichtschlitze erwecken den Eindruck eines Festungsturmes. Seeleuten hat er immer als Seezeichen gedient.

Die Kanzel entstand 1670. Je sechs geschnitzte Figuren am Schalldeckel und am Kanzelkorb, der von einer Moses-Statue getragen wird, stellen die zwölf Apostel dar. Im Mittelfeld des hohen, barocken Altaraufbaus über der Abendmahldarstellung liest man die Einsetzungsworte in der ursprünglichen Goldschrift. Darüber im ovalen, goldenen Strahlenkranz das Wort: Christus. An je zwei gewundenen Säulen rechts und links des Mittelfeldes stehen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes mit ihren Attributen: Engel (Mt.), geflügelter Löwe (Mk.), Stier (Lk.) und Adler (Joh.). Im Oberbau findet man ein Rundbild, das Opferlamm mit der Siegesfahne, flankiert von Moses mit den Gebotstafeln und Johannes dem Täufer zeigt. Auf den Segmentbögen sitzen Putten mit den Marterwerkzeugen Hammer, Nägel und Ysop. Der Altar wird bekrönt von dem Auferstandenen mit der Siegesfahne. 58 ganz unterschiedliche Engeldarstellungen schmücken die Kirche. „Zwei von ihnen beweisen mir, dass Engel durchaus auch männlich sein können“, erklärt Pastor a.D. Detlef Mauritz. Die beiden Engelknaben befinden sich im obersten Teil des barocken Altars aus dem Jahre 1709. „Bei meinen Kirchenführungen gilt ihnen darum auch immer ganz besondere Aufmerksamkeit“, so Mauritz. Dies ließe die Kirchenbesucher jedes Mal schmunzeln. Den Taufdeckel zieren Darstellungen der vier Evangelisten, zu ihren Häuptern steht Jesus Christus. Auf dem goldenen Schild in seiner linken Hand ist der Taufbefehl zu lesen. Das Taufbecken ist von einer siebenseitigen, geschnitzten sogenannten „Umwehrung“ eingefasst. Die durch Balken in 13 Felder eingeteilte Decke des Kirchenschiffes wurde von dem Maler Johann Hinrich Vogt ausgemalt und zeigt Motive aus dem Alten und Neuen Testament. ul

Engelsknabe

Auf einen Blick
Pastor: Dirk Meine-Behr, Tel. 04705/273

Diakonin Elke Stührmann, Tel 04705 / 3 13 und 04742 / 7 64,
evj.wremen@evlka.de
Pfarrsekretärin Elke Vierling,
Bürozeiten im Pfarramt: dienstags, mittwochs und donnerstags von 8.30 bis 12.00 Uhr, außerhalb der Bürozeiten Tel. 04705 / 12 28

Wremer Kirche